Freitag, 27. Mai 2011


Ein Blick in deinen Spiegel ist wie ein Stich ins Herz 
Du könntest heulen wie ein Hund, wenn du dich ansiehst 
Die fetten Oberschenkel und dein Doppelkinn 
Und wieder bist du überzeugt: So will dich niemand sehn! 

Donnerstag, 26. Mai 2011

Ok. Keine Ahnung wieso, aber ich bin grad sentimental. Deswegen erzähl ich euch mal n bisschen über eine Person, die mir wirklich so unendlich am Herzen liegt, das ist.. unbeschreiblich. Ich wünschte sie wäre hier. Weil sie meine Stütze ist. Ganz ehrlich. Sie hilft mir immer! Immer. Sie versteht mich. Leider. Weil sie in genau der gleichen Situation ist. Ich würde ihr gerne die Qualen nehmen. Alles. Damit sie glücklich ist. Aber leider kann ich das nicht. Ich bekomm nicht mal mein Leben auf die Reihe.. Aber zurück zu ihr. Sie ist wirklich eine Heldin. Hat mit bestimmt schon mein Leben gerettet, mir auf jeden Fall Hoffnung gegeben und mir.. ach. Ich kann's gar nicht so richtig in Worte fassen. Ich liebe sie einfach und ich bin so unendlich dankbar. Und stolz. Stolz auf sie. So sehr. Sie kann alles, sie schafft das alles. Ich weiß es man, ich glaub an sie. Mehr als an alles andere. Meine Psychobraut. ♥


Dein Arzt hat gesagt es ist okay
Aber alles tut weh
Deine Freunde sagen dir es geht vorbei
Aber es geht nicht so leicht
In deiner Stadt leben über 3 Millionen
Und du bist heute Nacht unterwegs
Um zu schauen ob unter diesen 3 Millionen
Jemand ist der dich versteht
Jemand ist der dich versteht
'Nächster Halt: Westpark. Umsteigemöglichkeiten zur U3 und U4. Bitte rechts aussteigen.' Menschenmassen. U-Bahn. Rauf. Geradeaus. Links. Westpark. Links. Berg runter. Geradeaus. Wieder links. Dann in die Wiese, weg vom eigentlichen Weg. Geradeaus. Über den Zaun. Rechts. 'Hey, na alles klar?' Er stand schon da und wartete. 'Klar, bei dir?' 'Wie immer. Ich komm klar' 'Gut.. Zigarette?' 'Klar, danke'. Feuerzeug. Ziehen. Ausatmen. Schweigen. Die Luft ist schwül. Es hatte vorher geregnet, aber leider hatte der Regen die Hitze nicht weggespült. Schritte. Wir gehen zu den Bahngleisen. Ritual. Setzen uns hin. Schweigen immernoch. Dann wieder Regen. Starker Regen. Es ist immernoch warm. Eklig warm. Wir gehen unter die Brücke. Setzten uns hin. Schweigen. Die Zigarette ist mittlerweile schon verraucht. Dann sitzen wir so da. Sehen den S-Bahnen zu. Schweigen. 'Hast du Gras da?' 'Wenn du kommst schon aus Prinzip. Du kommst doch nur deswegen.' Lächeln. Er dreht uns nen Joint. Feuerzeug. Ziehen. Ausatmen. 'Hast du das gehört? Mit Jana und Milan? Sind nicht mehr zusammen..' 'Hm.. wo's doch immer die große Liebe bei den beiden ist.' Lächeln. Schweigen. Ich liebe das. Einfach in Ruhe nebeneinander sitzen. Keine überflüssigen und nervigen Fragen. Einfach nur gemeinsam schweigen und so dasitzen. Ich weiß, dass er seine Probleme hat und er weiß, dass ich meine Probleme habe. Ich weiß nicht welche genau er hat und er weiß nicht welche genau ich habe. Aber das ist gut so. Wir wissen wenig voneinander, aber trotzdem kennen wir uns so gut.. Er erzählt nicht gerne von sich. Er ist nicht gerne mit Menschen zusammen, nur mit wenigen. Ich wunder mich jedes Mal auf's neue, wieso er sich mit mir abgibt. Er hört seinen Freunden immer zu, aber da ich auch nicht gerne von mir erzähle, schweigen wir. Er ist ein ziemlich netter Typ. Ich denke dran, mir eine 'Bevor ich sterbe' Liste anzulegen. Punkt 1: Ihm sagen, dass er ein absolut korrekter Junge ist und ich ihm vom ganzen Herzen ein gutes Leben wünsche. Manchmal sehen wir uns an und lachen ein bisschen. Dann sehen wir wieder den S-Bahnen zu und hängen unseren Gedanken nach. 'Hast du Heroin?' Keine Ahnung, wieso ich das frage. Ich hab nicht mal darüber nachgedacht ihn das zu fragen. Ich habe gar nicht bemerkt, dass ich ihm die Frage gestellt habe. Vor allem war sie sinnlos. Ich weiß, dass er Heroin hat. 'Hab ich, wieso?' 'Ich weiß nicht.' 'Hm..' Schweigen. Ewiges Schweigen. Irgendwann stehen wir auf und gehen wieder. Ein paar Meter von uns stehen zwei Polizisten. Der eine lächelt uns an. Ein warmes Lächeln. 'Hallo, na. Alles ok bei euch?' Wir gehen gerade an ihnen vorbei und der eine, der so nett gelächelt hat fängt ernsthaft an mit uns zu reden. Einfach nur so. 'Hallo, alles bestens. Bei Ihnen?' Engelsstimme. Das ist automatisch so. Mit fremden Menschen rede ich immer mit meiner süßen, fröhlichen Engelsstimme. Der Polizist würde niemals von mir denken, dass ich gerade geraucht, geschweige den gekifft habe. 'Kann nicht klagen. Wünsch euch noch nen schönen Tag.' 'Danke, Ihnen auch.' Dann stehn wir  unten bei den U-Bahnen. 'Wenn du mal was willst, dann komm einfach vorbei, ok?' 'Hm.. was?' Ich weiß grad gar nicht wovon er spricht. 'Heroin, mein ich. Du bist immer herzlichst eingeladen..' 'Oh, achso.' Idiot. Was tat er da? Er konnte mir doch kein Heroin anbieten? Er kennt mich. Er weiß, ich würde es sofort annehmen. Aber noch nicht jetzt. Es ist noch zu früh.. Heroin steht erst bei 45 Kilogramm auf meiner Liste. 'Ok, danke. Ich werd drauf zurückkommen. Bald.' Sehr bald. 'Ok, komm einfach vorbei, wenn du mal wieder Lust hast, ja? Und pass auf dich auf.' 'Mach ich. Danke, du auch.' U-Bahn. Fahren. Aus dem Fenster schauen. Aussteigen. Atmen. Sich auf das Ende vorbereiten.

Mittwoch, 25. Mai 2011

Du siehst die Tage, siehst die Stunden,
sie an dir vorüber ziehn.

Und irgendwann schließt du die Augen, 
scheint dich nicht mehr zu berühren. 
Alles, was dir soviel wert war, 
liegt am Boden, ist zerstört. 
Du willst jetzt einfach nur noch raus hier, 
es gibt nichts mehr, was dich hält.

Juli - Kurz vor der Sonne

Es ist niemand hier, der mich versteht, der mich kennt. Das liegt daran, dass es niemanden gibt. Klar, Leute lesen meinen Blog und wissen deswegen über mich und mein gestörtes Verhalten Bescheid. Wissen, dass es mir nicht gut geht. Aber niemand weiß, wie schlecht es mir eigentlich wirklich geht. Das weiß niemand. Niemand kann fühlen was ich fühle. Niemand kennt meine Gedanken, meine Ängste, meine Zweifel.. Meine Hilflosigkeit. Wenn ich jemandem davon erzählen würde, würde das auch nichts ändern. Weil niemand so fühlt wie ich. Aber um es verständlicher zu machen: Es geht mir verdammt schlecht. Es ging mir wirklich noch nie schlechter und ich lüge und übertreibe nicht, wenn ich sage 'jeder Atemzug ist eine Qual'. Ja, so ist es. Ich hab mich endgültig aufgegeben und ich will das alles nicht mehr. Ich sehe keinen Ausweg mehr. Ich habe verdammt Angst. Ich habe Angst vor der Zukunft. Ich habe Angst davor, wie lange ich noch leben werde. Wie lange ich mich noch leben lasse. Ich habe schreckliche Angst davor zu lieben. Ich habe Angst vor Menschen. Ich habe Angst vor dem Leben. Ich bin so hilflos wie noch nie. Ich.. kann das alles gar nicht in Worte fassen. Aber jeden Tag auf's neue schaffe ich das zu verbergen. Es wird jeden Tag schwieriger, aber ich schaffe es. Ich lüge. Das kann ich. Besser als alles andere. Ich spiele Leuten ein normales Mädchen vor. Ich spiele eine Rolle. Aber das bin nicht ich. Mein Leben ist wie ein Film. Wie ein schlechter Film. Ein Psycho-Drama ohne Happy End. Ich lüge. Jeder Satz aus meinem Mund ist eine Lüge. Ich wurde praktisch zum Lügen erzogen. Und jetzt.. Habe ich höllische Angst davor, dass alles zusammenbricht. Bevor das passiert soll ich zusammenbrechen. Verdammt.. Ich.. Oh Gott.. Ich. Kann. Einfach. Nicht. Mehr.

Dienstag, 24. Mai 2011

Oh Gott. Es ist schon wieder fast Juni. Juni! Sommer! Wo ist die Zeit hin? Ich lebe komplett an mir vorbei. Ich bekomme nichts mehr mit. Jeder Tag fängt gleich an. Mit Kraftlosigkeit, Selbsthass.. Jeder Tag endet gleich. Mit Enttäuschung, noch größerem Selbsthass, Selbstmordgedanken und Depressionen. Mein Leben ist eine Qual. Ich will es nicht mehr. Ich kann auch nicht mehr. Wieso tut mir Gott so etwas an? Wieso bin ich auf dieser verdammten Welt? Ich bin unfähig zu leben! Wieso versteht das niemand? Wieso verstehe ich nicht, dass ich endlich sterben muss, dass ich nicht hier hin gehöre? Ich mein.. Ich habe es verstanden.. Aber wieso bringe ich es nicht endlich hinter mich? Ich glaube im Vergleich zum Leben ist die Hölle wie der Himmel.